Pfingstausflug mit Hinderniss

So über alle Feiertage zuhause rumsitzen wollt ich jetzt auch nicht. Also war dann ein Ausflug geplant zu meinem Bruder um ihn moralisch etwas zu unterstützen, da er ne baldige OP vor sich hat. Dass bei dem Wetter etwas mehr auf den Strassen los sein wird war mir klar, deswegen mein Plan: früh los fahren, dann über Nacht in Frankfurt bleiben und am nächsten Tag zurück, also dem Stress aus dem Weg gehen.

Und so fuhr ich dann um kurz vor 6Uhr los, war zwar bitterkalt, aber die Strassen leer und alle Ampeln aus. Bis Sinsheim kamen mir 22 Autos entgegen 🙂

Burg Steinsberg bei Sinsheim

Aber das änderte sich dann schnell, sobald es etwas später wurde. Bis nach Neckargemünd war es dennoch recht gemütlich und stressfrei, aber am Wasser auch etwas kälter. War ja erst vor ein paar Wochen auf gleicher Strecke unterwegs. Von dort dann wieder in den Odenwald, bis zur Burg Breuberg, weiter dann Nach Hanau in den Wetteraukreis und das erste Ziel war Schotten im Vogelsberg, dort wo mein Bruder eben wohnt. Von zuhause bis dort ca 240km.

Hirschhorn am Neckar

Überraschend war dann für mich jedoch wie viele Motorräder unterwegs waren und schon im Odenwald haben mich einige recht grenzwertig überholt. Und ich bin nun nicht jemand der fährt wie der urtümliche Opelfahrer mit Hut. Am meisten nerven mich die Motorradgruppen die dicht auf dicht fahren und sich gegenseitig wohl zum Wachbleiben selbst überholen. Und natürlich wenn einer anfängt zu überholen tun sie das dem Herdentier alle nach. Ist nicht meine Welt. Und manche Bikes sind tatsächlich so laut, dass ich sie schon höre wenn sie mir entgegen kommen und das obwohl ich nen geschlossenen Helm trage. Dennoch versuche ich mich davon eigentlich nicht stressen zu lassen, fahr dann auch mal beiläufig an die Seite und die argen Drängler winke ich mit dann resolut vorbei, was auch einige Autofahrer betrifft. Oder ich weiche ganz auf Nebenstrassen aus und nehm den Umweg gerne in Kauf. So entdeckte ich auch die Burg Breuberg im Odenwald, schon die Auffahrt war toll mit prima Aussichten in die verschiedenen Täler.

Burg Breuberg im Odenwald

Mittlerweile war ich doch schon ein paar Stunden auf dem Weg und habe wirklich viel gesehen und auch gerochen. Ja das kann man nicht beschreiben, denn das ist ja auch ne schöne Sache die Gerüche wahr zu nehmen beim Motorrad fahren.

Und dann kam die erste Kontrolle, gerade nach der Autobahnabfahrt, die ich zwar nicht gefahren bin, aber dennoch vorbei kam. Und die liebe Polizei war auf jeden Fall wegen der Motorräder dort, aber mich haben sie vorbei gewunken 🙂

Gute 20 km die nächste Kontrolle, da waren auch schon einige Bikes gestanden und auch hier durfte ich vorbei fahren. Hab mich eigentlich gewundert weshalb sie ausgerechnet auf dieser Strecke die Kontrollen eingerichtet haben, da das nicht wirklich ne Raserstrecke ist, sprich kaum Kurven. Wahrscheinlich wegen dem Lärm.

Interessant wird die Strecke allerdings ab hier, berühmt berüchtige Bikerkurse. Und auf der Weiterfahrt wurde es mir dann auch zu viel, auch Autos wurden es immer mehr. Man muss bedenken,- es sind enge kleine Landstrassen, da muss man echt auf Alles aufpassen.

Ronneburg /Wetterau

Besonders die letzten 15km zu meinem Bruder sind heiss begehrt bei Biker. Ohne abbremsende Dörfer nur durch den Wald und der direkte Weg zum Bikertreff, Schottenring, einer früheren Rennstrecke. Auch ich hatte auf dieser Strecke, allerdings am Ende ja meinen bekannten Hagelschauersturz im Februar. Nachdem mir dann in der letzten Stadt ein ganzer Pulk von mindestens 30 Motorräder entgegen kam und mich in der Stadt auch einige überholten habe ich mein Vorhaben meinen Bruder zu besuchen aufgegeben. Ich sagte ihm ab und besuchte danach ganz kurzfristig meine Schwester, bei dieser ich meinen anderen Bruder mit Frau die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe angetroffen habe. So war der Ausflug dann nicht ganz ohne Sinn. Allerdings bin ich dann auch nicht mehr über Nacht in Frankfurt geblieben, da ich mir sicher war, dass es am heutigen Tag nicht leerer auf den Strassen ist. Und so wurde aus der geplanten Tagestour von 350 km, dann doch über 500km. Bin ja schon öfter solche Tagestouren gefahren, aber die waren dann meistens geplant, ohne die grossen Temperaturschwankungen. Zu hause stand dann nur noch duschen auf dem Plan. Und ich konnte wunderbar schlafen heute nacht fast bis zum Mittag. Auch das tat mal gut.

Nun steht diese Woche mal eine kleine Revison mit neuem reifen und Bremsen beim Motorrad an. Und weniger das Fahren 🙂 Ich würde am liebsten nur dann fahren wenn es weniger los ist auf den Strassen. Momentan schaut es ja gesundheitlich ganz gut aus, dass ich durchaus dazu noch etwas Zeit im Herbst , vielleicht sogar noch im Winter habe 🙂

Veröffentlicht von Thomas W.

Ein Tagebuch: um den Kampf meines Lebens? Von der Diagnose Darmkrebs, mit erfolgreicher OP & Chemo, anschließendem fast ein Jahr nicht entdeckten Rezidiv, nun mit nicht operablen Rezidiv im Becken, ist diese Chemo nun der letzte Versuch, mein Leben zumindest etwas zu verlängern

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