auf der Reise der Unvernunft?

Also gestern wollte ich nur mal kurz an den Bodensee, auch hier alte Orte meines Lebens mit Erinnerungen auffrischen, dann anschliessend über das Donautal noch am Abend wieder zurück sein in Pforzheim. Insgesamt wärens etwa 600km gewesen, aber bei meiner derzeitigen Kondition durchaus machbar, bevor mich die nächste Chemo am kommenden Dienstag eh wieder körperlichvund mental brechen wird. Bin also immer noch auf der Flucht vor diesen dunklen Gedanken und bekannten Ängsten.

Nun war gestern herrliches Wetter und die Ausfahrt war jeden Cent wert. Habe unterwegs noch in Donaueschingen, nicht nur die menschenleere Donauquelle besucht, sondern auch den Ort wo ich 1974, als 9 jähriger zur Kinderkur war. Es war mit etwas Sucherei verbunden, da sich eine Stadt natürlich in all den Jahren verändert. Im letzten Jahr hatte ich aber bereits mal ne Dame von der Stadtverwaltung kontaktiert, die von diesem Gebäude noch etwas wusste. Aber dank Corona kam ich gestern nicht zu ihr. Nun denn ich habe es gefunden und war erstaunt, dass dieses Gebäude und der Garten nahezu noch im Original besteht. Das erweckte natürliche Erinnerungen und die waren nicht immer all zu gut. Heute ist ein Altersheim drinnen und wie ihr euch denken könnt. Besuchsverbot. Nichts für ungut. Weiter gings dann immer schön per Landstrasse bis zur Zollstation Schaffhausen / CH. Dort wäre ich gerne an den Rheinfall. Aber Coronostopp für EU-Bürger. Also zurück bis ich dann bald am Bodensee war.

Zuerst nach Radolfzell, dann weiter nach Bodman Ludwigshafen, das ist eigentlich der äusserste Zipfel auf der Nordseite. Dort gab es die erste grose Pause weil es einfach herrlich war, danach gings dann gemütlich Richtung Friedrichshafen was das ursprüngliche Ziel war. Hängen geblieben bin ich dann aber in Uhldingen wo ich mir gerne die Pfahlbauten anschaun wollte, was mir bisher noch nie gelang obwohl ich auf der Höri-Insel gewohnt habe. Natürlich aber war auch hier zu und alles menschenleer, aber idylisch friedlich und ruhig, mit tollem Seeblick. Da habe ich mich kurz entschlossen dann doch über Nacht dort z u bleiben falls ich denn überhaupt etwas finde. Als Fotojournalist bin ich so zu sagen immerzu geschäftlich unterwegs und so fand ich tatsächlich recht schnell ne sehr günstiges Hotel, etwa 5 Km vom Strand, aber ich war ja mobil.

Sonnenuntergang am See das war da jetzt in meinem Kopf und da fiel mir sofort Meersburg ein, weil man von der Oberstadt einen herrlichen Ausblick auf die See hat. So war es dann auch, tatsächlcih sind mir einge Bilder gelungen und zum Schluss kam ich dann doch noch auf die spontane Idee mit der Fähre die alle 15 Minuten fährt, nach Konstanz über zu setzen und zurück. Sunset und blaue Stunde auf dem See, ist eigenlich unschlagbar. Und so war es dann auch. Hin und zurück hats 6,- gekostet weil ich das Motorrad aufm Parkplatz stehen liess. Wie im Urlaub, obwohl es dort um die Jahreszeit dann doch etwas kühl ist und so bin ich auf der Rückfahrt schön im Freien mit dem Motorradhelm aufm Kopf zurück bin.

Geschlafen habe ich relativ unruhig, denn es war ja keine Übernachtung geplant und demenstsprechend hatte ich auch kein Tramal dabei. Dennoch bin ich nachts zur üblichen Zeit gegen halb drei aufgewacht aber nur mit ganz minimalen Schmerzen. Denn wie bereits in einem anderen Artikel hier im Blog erwähnt, sind die Schmerzen seit der ersten Chemo stark zurückgegangen! So hat mir die IBU über die Nacht geholfen und recht früh heute so gegen 6h bin ich dann zur See gefahren weil der Sonnenaufgang gehört ja auch dazu. Aber es war bitter kalt, jedoch absolut sehenswert. Danach zurück ins Hotel, geduscht und gut gefrühstückt. Und als ich dann losfahren wollte, ich war in einem uralten Hotel, das früher mal ein Kloster war, entdeckte ich im angrenzenden Gebäude, das mal eine Papierfabrik war, auf dem Schlot einen Storch:-)

Ich werde demnächst noch etwas mehr zu dieser Tour schreiben und einstellen, weil es einfach zu viel zu sehen gab. Auch habe ich jetzt festgestellt dass ich die ganze Tour von PF bis zum See auf Video habe, also habts noch etwas Geduld!

Veröffentlicht von Thomas W.

Ein Tagebuch: um den Kampf meines Lebens? Von der Diagnose Darmkrebs, mit erfolgreicher OP & Chemo, anschließendem fast ein Jahr nicht entdeckten Rezidiv, nun mit nicht operablen Rezidiv im Becken, ist diese Chemo nun der letzte Versuch, mein Leben zumindest etwas zu verlängern

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